RPS Rauscher & Partner
Steuerberatung GmbH & Co. KG

Steuernews für Klienten

Artikel der Ausgabe April 2017:

  • Kurzfristige Grundstücksvermietung – Abgabenänderungsgesetz 2016

    Seit 1.1.2017 zwingende Steuerpflicht [Artikel lesen]
  • Beschäftigungsbonus

    Beginnend mit Juli 2017 sollen für jeden zusätzlich geschaffenen Arbeitsplatz den Unternehmen in den nächsten drei Jahren 50 % der Lohnnebenkosten rückerstattet werden. [Artikel lesen]
  • Spendenbegünstigung für die Vermögensausstattung einer Stiftung

    Werden die Voraussetzungen nicht eingehalten, kann es zu einer pauschalen Nachversteuerung kommen. [Artikel lesen]
  • Gewinnfreibetrag: Beschränkung entfällt

    Der Gewinnfreibetrag steht natürlichen Personen mit betrieblichen Einkünften zu. [Artikel lesen]
  • Vorsteuerabzug bei nach dem 1.1.2016 gekauften E-Fahrzeugen

    Vorsteuerabzug für die angeschaffte Ladestation [Artikel lesen]
  • Als Unternehmer Kinder mitversichern?

    Mit Beginn einer Beschäftigung wird die Mitversicherung als Angehörige/r automatisch unterbrochen. [Artikel lesen]
  • Steuerfreie „Essens-Marken“

    Das Einkommensteuergesetz sieht eine Steuerbefreiung für freie oder verbilligte Mahlzeiten von Arbeitnehmern am Arbeitsplatz vor. [Artikel lesen]
  • Reklamationen als Chance?

    Eine positiv erledigte Reklamation kann eine Weiterempfehlung begründen. [Artikel lesen]

Kurzfristige Grundstücksvermietung – Abgabenänderungsgesetz 2016

Kurzfristige Grundstücksvermietung – Abgabenänderungsgesetz 2016

Bisher mussten Vermieter grundsätzlich auch bei kurzfristiger Vermietung von Räumen, die nicht Wohnzwecken dienen, prüfen, ob der Mieter aus dieser Leistung fast vollständig zum Vorsteuerabzug berechtigt ist.

War dies nicht gegeben, war dieser Umsatz von der Umsatzsteuer befreit, und somit konnte der Vermieter für Aufwendungen im Zusammenhang mit dem vermieteten Raum nicht den vollen Vorsteuerabzug geltend machen.

Vermietete ein Hotelbetreiber beispielsweise einen Veranstaltungsraum zum Teil an Unternehmer, die voll zum Vorsteuerabzug berechtigt waren, und zum Teil an Privatpersonen, durfte der Hotelbetreiber für die Umsätze an die Privatpersonen nicht zur Steuerpflicht optieren und damit war oft eine aufwendige Vorsteuerberichtigung erforderlich.

Seit 1.1.2017 zwingende Steuerpflicht

Seit 1.1.2017 ist die kurzfristige Vermietung von Grundstücken zwingend steuerpflichtig, wenn der Unternehmer das Grundstück sonst

  • nur zur Ausführung von Umsätzen, die den Vorsteuerabzug nicht ausschließen,
  • für kurzfristige Vermietungen
  • oder
  • zur Befriedigung eines Wohnbedürfnisses (z. B. Hotelbetreiber wohnt mit seiner Familie in einem Stockwerk des Hotels)

Vereinfachung und Rechtssicherheit

Im Sinne der Verwaltungsvereinfachung und Rechtssicherheit ist so bei kurzfristiger Vermietung keine Unterscheidung mehr nötig, ob der Kunde zum Vorsteuerabzug berechtigt ist oder nicht, und somit können aufwendige Vorsteuerkorrekturen vermieden werden.

Stand: 29. März 2017

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